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„PhysikerInnen" aus Hamburg besuchen die PTB in Braunschweig

Am 4. November 2009 machte der Physik-Leistungskurs (S3) gemeinsam mit dem Physik-Grundkurs (S3) eine Exkursion zur PTB - der physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

Die PTB ist das nationale Metrologie-Institut (Metrologie: die Lehre von den Maßen und Gewichten und den Maßsystemen; griech.: μέτρον métron „Maß, -messer") mit wissenschaftlich-technischen Dienstleistungsaufgaben. In der PTB berät man Firmen und arbeitet auch für jene, aber hauptsächlich widmet man sich überwiegend der Forschung. Auf dem riesigen Gelände der PTB werden in verschiedenen Fakultäten Grundlagenforschungen und Entwicklung im Bereich der Metrologie betrieben. Es werden Fundamental- und Naturkonstanten mit modernster Technik gemessen, dargestellt, bewahrt (das Original des 1kg-Gewichts wird z.B. in einem Pariser Safe aufbewahrt), und weitergegeben. Nur in Zusammenarbeit mit anderen Instituten aus den verschiedensten Ländern kann sichergestellt werden, dass alle die gleichen Einheiten benutzen und Messen können.

Doch warum so ein riesiges Institut für die Messtechnik? „Messen" ist schließlich mehr als sich eine Waage zu nehmen, es ist eine alltägliche Sache. Und wenn verschiedene Menschen nicht dasselbe Verständnis über eine bestimmte Einheit hätten, dann wäre die Welt viel komplizierter.

Um sich eine genauere Vorstellung und ein besseres Verständnis über die Metrologie zu erhalten, trafen sich die angehenden PhysikerInnen schon um 7.15 Uhr im Regen vor der Schule, um nach einigen Verzögerungen mit dem Bus in die PTB in Braunschweig zu fahren. Aufgrund der guten Verkehrslage kamen wir schon nach etwa 2,5h, die wir uns vor allem mit Schlaf, Musik, der Nahrungsaufnahme und natürlich angeregten Gesprächen vertrieben, an. Aus Zeit- und Verständnisgründen wurde uns zunächst ein Überblick über die PTB und der Metrologie verschafft, ehe wir uns auf den Weg in die Abteilung der Mechanik machten. Uns wurde gezeigt, womit z.B. Kräfte und Drehmomente gemessen werden, wie sie gemessen werden und wie unfassbar genau die Messgeräte sind. Wir staunten nicht schlecht, als wir die größten und schwersten Messgeräte der Welt sahen, die über mehrere Stockwerke hoch und über mehrere Tonnen schwer waren. Nach so vielen Informationen nahmen wir eine Pause in der Kantine ein, ehe wir die genauste Uhr der Welt zu Gesicht bekamen: die Atomuhr. Alle Welt richtet sich nach ihr, denn sie ist die genausteste, die es bis heute gibt. Zunächst wurde uns das Prinzip erklärt, anschließend konnten wir uns das Messgerät ansehen. Viel konnten wir zwar nicht beobachten, aber dennoch war es beeindruckend, die Dimensionen dieser Zeitmessung näherungsweise kennen zu lernen.

Und dann war unser Besuch in der PTB auch schon zu Ende. Wir setzten uns wieder in den Bus und taten im Grunde das Gleiche wie auf der Hinfahrt. Zwar änderte sich auch nicht die Fahrzeit, aber immerhin haben wir wieder etwas Neues dazu gelernt und gesehen, dass die Physik nicht nur aus der Theorie besteht. Qi Ting Hua, S3



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(Änderungsdatum: 12.04.10)